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Muss ich für den Schwiegervater mein Vermögen hergeben?

Keine Seltenheit: Ein Erwachsener in den besten Jahren, mitten im Leben stehend, berufstätig, verheiratet und mit einem kleinem Vermögen ausgestattet, ist entsetzt: Die Ehefrau ist von der Sozialbehörde angeschrieben worden und soll für die Kosten des Pflegeheims aufkommen, in dem ihr Vater lebt. Der muss nämlich Sozialhilfe beantragen, weil er die Kosten für ein Pflegeheim nicht aus seinen eigenen Einkünften oder Rücklagen aufbringen kann. Das Sozialamt leitet den Unterhaltsanspruch des Schwiegervaters gegenüber seiner Tochter auf das Sozialamt über und fordert Tochter und Schwiegersohn nun auf, umfassend Auskunft über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse beider Eheleute zu erteilen.

Selbstbehalt beim Elternunterhalt wird angehoben

Eine gute Nachricht für alle, die Unterhalt für ihre Eltern zahlen: Ab Januar 2015 werden die Freibeträge deutlich angehoben: Erwachsene Kinder, die für ihre Eltern zum Unterhalt herangezogen werden, dürfen künftig einen Selbstbehalt in Höhe von 1.800 Euro ihres Nettoeinkommens behalten statt bisher 1.600 Euro. Ist das unterhaltspflichtige Kind verheiratet, so wird für den Ehe- oder Lebenspartner ein Freibetrag in Höhe von künftig 1.440 Euro statt bisher 1.200 Euro angerechnet.

Elternunterhalt: Rechtsanwältin Linden war als Expertin im Studio beim WDR

Am 8. November 2014 wurde auf WDR 4 in der Sendung „Mittendrin – In unserem Alter“ das Thema Elternunterhalt behandelt. Rechtsanwältin Dorothée Linden war als Expertin im Studio zu Gast und beantwortete Hörerfragen. Für alle die, die die Sendung verpasst haben oder sich über das Thema informieren möchten, gibt es hier den Podcast zur Sendung.

Der Elternunterhalt und die Schwiegerkinder

Nicht selten hört man die bange Frage, ob denn der verheiratete Partner oder die Partnerin auch für die Schwiegereltern zum Unterhalt herangezogen werden, wenn diese pflegebedürftig sind und ihren Lebensbedarf nicht selber finanzieren können, häufig ein Reizthema in der Generation der unterhaltspflichtigen Kinder.
Die Antwort lautet: Nein, aber!