Erbrecht

Facebook & Co. – Wer kümmert sich um mein digitales Erbe?

Viele Menschen sind heutzutage digital unterwegs: Sie nutzen die sozialen Netzwerke, betreiben eine eigene Webseite, korrespondieren per E-Mail, haben Fotos auf ihrem Computer oder in der Cloud liegen. Verträge werden online abgeschlossen und über PayPal gezahlt.

Testamentarische Absicherung für nicht-eheliche Lebenspartner

Wir erleben es immer wieder in unserer Anwaltskanzlei, dass Menschen, die Jahre oder sogar Jahrzehnte mit jemandem zusammen leben, keine Vorsorge für den Fall des Todes getroffen haben. Selbst dann nicht, wenn Kinder aus der Beziehung hervorgegangen sind. Das führt nach dem Tode des einen Partners sehr häufig zu persönlichen Dramen, weil der nicht-eheliche Lebenspartner gar nichts bekommt, wenn er nicht durch ein Testament als Erbe eingesetzt wurde.

Was bedeutet Pflichtteilsergänzung?

Pflichtteilsberechtigte Personen (z.B. Kinder und Ehepartner) haben nach dem Tode des Verstorbenen gegenüber dem Erben einen Anspruch auf den sog. Pflichtteil, wenn sie durch Testament oder Erbvertrag enterbt worden sind. Der Pflichtteil ist ein Anspruch auf Zahlung eines Geldbetrags, der sich der Höhe nach nach der gesetzlichen Erbquote (Hälfte des Werts des gesetzlichen Erbteils) und dem Wert des Nachlasses richtet.

Wie kann ich meinen Pflichtteil einfordern?

Hat der Verstorbene jemanden durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen, ist derjenige enterbt. Durch den Pflichtteil wird einem bestimmten Personenkreis eine Mindestbeteiligung am Nachlass garantiert, dadurch, dass diese Personen gegenüber dem Erben einen Geldanspruch geltend machen können.

Was passiert mit der Lebensversicherung im Erbfall?

Es gibt unterschiedliche Arten von Lebensversicherungen. Weit verbreitet ist die sog. Kapitallebensversicherung. Hier wird ein bestimmer Betrag fällig, wenn die versicherte Person verstirbt oder einen vorher vereinbarten Stichtag erlebt. Wer bekommt das Geld, wenn die versicherte Person verstirbt?

Warum Mediation bei zerstrittenen Erbengemeinschaften helfen kann

Ein typischer Fall aus unserer Praxis: Der Vater ist gestorben und die Tochter ist zusammen mit ihrer Schwester Erbin geworden. Beide haben das Einfamilienhaus geerbt, in dem sie groß geworden sind. Eigentlich wäre es ganz einfach, diese sogenannte Erbengemeinschaft auseinanderzusetzen: Entweder, das Haus wird an einen Dritten veräußert und beide teilen sich nach Abzug aller Kosten den Erlös. Oder: man einigt sich über den Wert der Immobilie, eine der beiden Schwestern übernimmt das Haus und zahlt die andere aus. Soweit so schön.