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Was kostet eine Scheidung?

Die Kosten für ein Scheidungsverfahren richten sich nach dem sogenannten Gegenstandswert. Dieser wiederum setzt sich zusammen aus dem dreifachen Nettoeinkommen beider Eheleute. Hinzuzusetzen ist ein Betrag für den Versorgungsausgleich, also den Ausgleich der Rentenansprüche zwischen den Eheleuten für die Zeit ihrer Ehe. Für jedes Rentenanrecht, etwa aus der Deutschen Rentenversicherung, aus einer Zusatzversorgung oder einer betrieblichen Alterszusage, werden 10 % des Gegenstandswertes der Scheidung hinzugerechnet.

Scheidungskosten steuerlich absetzbar

Diese Auffassung vertritt zumindest das Finanzgericht Rheinland-Pfalz. In seinem Urteil vom 16. Oktober 2014 (4 K 1976/14) hat es entschieden, dass die unmittelbaren Kosten für die Ehescheidung als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd berücksichtigt werden können.

Anwalt muss auch bei Online-Scheidung umfassend beraten

Online-Scheidungen erfreuen sich bei Scheidungswilligen großer Beliebtheit. Geworben wird mit reduzierten Anwaltskosten, darauf lassen sich viele getrennt lebende Eheleute ein. Trotz aller Streitigkeiten sind sie sich die Ehepartner nämlich häufig noch darüber einig, dass Kosten um jeden Preis gespart werden müssen. Sie sehen einen Anwalt dann das erste Mal im Scheidungstermin vor Gericht, ohne dass sie jemals über die Folgen einer Ehescheidung rechtlich beraten worden wären.

Ist eine Online-Scheidung wirklich günstiger?

Heutzutage werden viele Dinge über das Internet erledigt. Der Begriff „Online-Scheidung“ erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, dass man seine Scheidung auch per Mausklick erledigen könnte. Dem ist aber nicht so. Die Einreichung des Scheidungsantrages kann nur durch einen Rechtsanwalt erfolgen und zwar in Papierform.