Schlagwort Archiv: Sorgerecht

Streit über die Notwendigkeit von Schutzimpfungen für Kinder?

Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, welcher Elternteil über die Notwendigkeit von Schutzimpfungen entscheidet, wenn sich die Eltern darüber nicht einigen können. Die Pressemitteilung des BGH finden Sie hier.

Der Bundesgerichtshof hat eine Entscheidung zum Wechselmodell verkündet

In einer aktuellen Entscheidung vom 1. Februar 2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, unter welchen Voraussetzungen gegen den Willen des anderen Elternteils ein sogenanntes paritätisches Wechselmodell (d.h. die hälftige Betreuung des Kindes durch beide Elternteile) angeordnet werden darf. Die Pressemitteilung des BGH mit einer Verlinkung zum Beschluss finden Sie hier

Elternteil darf über Türkeireise mit Kind nicht alleine entscheiden

Es gibt eine neue Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 21. Juli 2016 (5 UF 206/16), in der das Gericht bestimmt, dass der mitsorgeberechtigte Elternteil zustimmen muss, wenn der andere Elternteil mit dem Kind Urlaub in der Türkei machen möchte.

Was bedeutet gemeinsames Sorgerecht?

Heutzutage steht in den meisten Fällen den getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern das gemeinsame Sorgerecht für ihre gemeinsamen Kinder zu. Häufig leben die Kinder bei einem Elternteil, der andere Elternteil hat dann das Recht auf Umgang mit dem Kind. Derjenige Elternteil, bei dem das Kind sich mit Einwilligung des anderen Elternteils oder aufgrund einer Gerichtsentscheidung aufhält, kann bei gemeinsamen Sorgerecht alle Entscheidungen des täglichen Lebens für das Kind alleine regeln und das sind über 90% aller Entscheidungen. Dazu gehört z.B. die Entscheidung über die gewöhnliche medizinische und ärztliche Versorgung des Kindes (z.B Vorsorgeuntersuchungen), alle Entscheidungen, die zum normalen Ablauf des Schullebens gehören (z.B. Entschuldigungen schreiben, Teilnahme an Schulveranstaltungen), Entscheidungen über Freizeiaktivitäten des Kindes und vieles mehr.

Wenn es Streit über den Umgang mit dem Kind gibt …..

sollten die Eltern immer zunächst versuchen sich beim Jugendamt oder in einer Familienberatungsstelle zu treffen, um dort eine Einigung zu finden. Auch die Durchführung eines Mediationsverfahrens ist ein guter Weg, um eine von allen Beteiligten getragene Lösung zu finden. Der Weg zum Familiengericht kann immer nur die letzte Möglichkeit sein.

Zum Lebensrisiko eines Kindes gehören die Eltern!

Diese zutreffende Auffassung hat das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 19. November 2014 noch einmal sehr deutlich gemacht. Anlass war die Entscheidung eines Oberlandesgerichts, welches dem aus Ghana stammenden Vater das Sorgerecht für seine 2013 geboren Tochter entzogen hatte. Die Tochter wurde bei einer Pflegefamilie untergebracht. Diese Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht in einer lesenswerten Entscheidung aufgehoben und die Sache zurückverwiesen.

Einverständliche Scheidung – welche Dinge sollten geklärt sein?

Wenn beide Ehepartner sich nach Ablauf eines Trennungsjahres scheiden lassen wollen ist es häufig so, dass sich nur ein Ehepartner einen Anwalt nimmt zur Stellung des Scheidungsantrages und der andere keinen Rechtsanwalt hat. Das ist auch unproblematisch, wenn die Eheleute vorher alle wichtigen Punkte geklärt haben. Idealerweise sollte alles bis zu dem Tag, an dem die Ehe vor dem Familiengericht geschieden wird, geklärt sein.