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Wer behält den Hund bei Trennung?

Wenn Eheleute sich trennen besteht manchmal Streit darüber, wer den Hund (die Katze oder ein anderes Haustier) behalten darf.

Die Rechtsprechung löst diese Fälle, in dem die Vorschrift der Verteilung von Haushaltsgegenständen (§ 1361 a BGB) entweder direkt oder zumindest sinngemäß angewendet wird. Als allererstes muss danach geklärt werden, welcher Ehepartner Eigentümer des Haustieres ist, da der Eigentümer das Haustier behalten darf. Wenn das nicht geklärt werden kann, weil zum Beispiel beide aufgrund eines gemeinsamen Entschlusses das Tier zusammen angeschafft haben, geht man meistens von Miteigentum der Eheleute aus. Nur am Rande: Die Frage, wer die Hundesteuer zahlt, spielt keine Rolle dafür, ob ein Hund im Alleineigentum eines Ehepartners steht oder nicht.

Der Bundesgerichtshof hat eine Entscheidung zum Wechselmodell verkündet

In einer aktuellen Entscheidung vom 1. Februar 2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, unter welchen Voraussetzungen gegen den Willen des anderen Elternteils ein sogenanntes paritätisches Wechselmodell (d.h. die hälftige Betreuung des Kindes durch beide Elternteile) angeordnet werden darf. Die Pressemitteilung des BGH mit einer Verlinkung zum Beschluss finden Sie hier

Wenn es Streit über den Umgang mit dem Kind gibt …..

sollten die Eltern immer zunächst versuchen sich beim Jugendamt oder in einer Familienberatungsstelle zu treffen, um dort eine Einigung zu finden. Auch die Durchführung eines Mediationsverfahrens ist ein guter Weg, um eine von allen Beteiligten getragene Lösung zu finden. Der Weg zum Familiengericht kann immer nur die letzte Möglichkeit sein.

Einverständliche Scheidung – welche Dinge sollten geklärt sein?

Wenn beide Ehepartner sich nach Ablauf eines Trennungsjahres scheiden lassen wollen ist es häufig so, dass sich nur ein Ehepartner einen Anwalt nimmt zur Stellung des Scheidungsantrages und der andere keinen Rechtsanwalt hat. Das ist auch unproblematisch, wenn die Eheleute vorher alle wichtigen Punkte geklärt haben. Idealerweise sollte alles bis zu dem Tag, an dem die Ehe vor dem Familiengericht geschieden wird, geklärt sein.